

Der Landkreis Unterallgäu steht finanziell auf sicheren Beinen. Insgesamt hat der Gesamthaushalt 2011, den der Kreistag dieses Jahr bereits am 28. Februar 2011 beschlossen hat, ein Volumen von 114,9 Millionen Euro. Davon entfallen 93,5 Millionen Euro auf den Verwaltungshaushalt sowie 11,6 Millionen Euro auf den Vermögenshaushalt. Hinzu kommen die Wirtschaftpläne der Kreisaltenheime mit rund 9,8 Millionen Euro.
Der Kreishaushalt 2011 kommt diesmal nicht ohne neue Kreditaufnahmen in Höhe von 502.000 Euro aus. Der Hebesatz der Kreisumlage musste ebenfalls um 1,5 Punkte auf 46,5 Prozentpunkte angehoben werden, um den massiven Rückgang der Umlagekraft von 9,3 Prozent teilweise auszugleichen. Die Kreisumlage ist die bedeutendste Einnahmequelle des Landkreises: Mit 46,7 Millionen Euro entspricht sie 50 Prozent der Gesamteinnahmen des Verwaltungshaushalts. Die Kreisumlage wird von den Städten, Märkten und Gemeinden entsprechend deren Umlagekraft geleistet. Mit einem Umlagesatz von 46,5 Prozentpunkten weist der Landkreis Unterallgäu auch 2011 den zweitniedrigsten Umlagesatz in ganz Schwaben auf.
Der Landkreis wiederum muss auf Grund seiner Umlagekraft im Jahr 2011 rund 22,5 Millionen Euro als Bezirksumlage an den Bezirk Schwaben bezahlen. Der Bezirk Schwaben hob den Bezirksumlagehebesatz um 2,5 Punkte auf 22,4 Prozentpunkte an. Letztlich verbleiben dem Landkreis Unterallgäu unter dem Strich lediglich 51,8 Prozent der von den Gemeinden erhobenen Kreisumlage.
Das Investitionsprogramm für die Jahre 2010 bis 2014 sieht Gesamtausgaben in Höhe von über 54 Millionen Euro vor. Darin sind für die Schulen 12,8 Millionen Euro, sowie 34,3 Millionen Euro für den Straßen- und Radwegebau einschließlich der für den Straßenunterhalt erforderlichen Kreisbauhöfe vorgesehen.
Die Verschuldung des Landkreises Unterallgäu ist zum 31. Dezember 2010 im Vergleich zum Vorjahr um rund 0,7 Millionen Euro auf rund 18,6 Millionen Euro gestiegen. Umgerechnet auf die Einwohnerzahl bedeutet dies eine Pro-Kopf-Verschuldung von 137,72 Euro (Vorjahr: 132,49 Euro). Die Pro-Kopf-Verschuldung der bayerischen Landkreise von durchschnittlich 236 Euro liegt damit deutlich höher.
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