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Die Partnerschaft mit dem polnischen Landkreis Gostyn

Junge Biskupianer in ihrer typischen Tracht. Foto: privat

Erste Kontakte nach Polen knüpfte der langjährige Kreisrat Hans Kölbl im Jahr 1989, indem er Absolventen der Agrarschule in Grabonóg als landwirtschaftliche Praktikanten ins Unterallgäu holte. Bis heute konnten 700 junge Leute aus Polen Erfahrungen auf bayerischen Bauernhöfen sammeln. 1999 kam die erste polnische Delegation mit Landrat Andrzej Pospieszynski, dessen Stellvertreter, dem Vorsitzenden des Landkreisrates sowie dem Leiter der Agrarschule in Grabonóg ins Unterallgäu. Seit dem 1. Januar 1999 gibt es in Polen nach einer umfassenden Gebiets- und Verwaltungsreform wieder Landkreise, deren Aufgaben weitgehend mit denen in Deutschland vergleichbar sind. Am 21. November 2001 wurde die freundschaftliche Zusammenarbeit zwischen den Landkreisen Unterallgäu und Gostyń offiziell besiegelt. Neben gegenseitigen Besuchen auf fachlicher Ebene entwickelte sich beispielsweise auch eine lebendige Partnerschaft zwischen dem Joseph-Bernhart-Gymnasium in Türkheim und dem Liceum in Gostyń sowie zwischen der Wirtschaftsschule Bad Wörishofen und der Gesamtschule Krobia.     

Der Landkreis Gostyn in Kürze

  • Der Kreis Gostyń liegt im südlichen Teil von Großpolen, etwa 300 Kilometer von Warschau und rund 910 Kilometer von Mindelheim entfernt.
  • Er nimmt ein Gebiet von 810,3 Quadratkilometern ein und hat rund 76.000 Einwohner. Im Landkreis Gostyń leben 93 Personen auf einem Quadratkilometer. Zum Vergleich: Im Unterallgäu sind es 110 Einwohner pro Quadratkilometer.
  • Die Kreisverwaltung mit Sitz in Gostyń umfasst die Gemeinden Gostyń, Borek Wlkp., Krobia, Pogorzela, Poniec, Piaski und Pępowo.

Sehenswertes im Landkreis Gostyn

  • Die Basilika auf dem Heiligen Berg - eine Perle der europäischen Barockarchitektur.
  • Eine typische Holzkirche in Piaski.

Die ruhige Lage von Gostyń und die abwechslungsreiche Landschaft laden zum Erholen ein. Die Wälder, in denen man viele Naturdenkmäler und Naturschutzgebiete findet, nehmen eine Fläche von 108.200 Quadratkilometern ein. In der Nähe von Gostyń Stary gibt es ein in Großpolen einzigartiges Naturschutzgebiet in Form eines Quellentorfmoores.

Die Gostyńer Region ist für die auf dem Heiligen Berg gelegene Basilika bekannt, die als wahre Perle der polnischen Barockarchitektur gilt. Die Basilika wurde 1675 bis 1698 nach einem Plan des italienischen Architekten Baltazar Longhena nach dem Vorbild der Basilika Santa Maria della Salute in Venedig erbaut. Jedes Jahr besuchen den Heiligen Berg Tausende von Touristen und Pilgern. Daneben zieht es Gäste auch zum Grabonóg.

Der Gutshof ist Geburtsort von Edmund Bojanowski, der den ersten Kindergarten im Dorf eröffnet und einen Nonnenorden gegründet hat. Heute befindet sich darin ein Museum mit vielen interessanten Exponaten. Die örtlichen Schlösser – also zum Beispiel in Gębice, Rokosowo, Gola und Gogolewo – sind heute überwiegend mit Hotels und Restaurants ausgestattet. Zudem befinden sich dort Konferenz- und Schulungszentren, viele bieten auch Jagd- oder Kutschenexpeditionen an.

Die Ortschaften Domachowo, Jeżewo und Piaski sind für ihre Holzkirchen bekannt.

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Ansprechpartner

Landkreispartnerschaften

Engelbert Degenhart
Telefon: (08261) 995-285

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