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Die Datenschutzgrundverordnung: Des einen Freud, des anderen Leid


Die neue Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) bereitet vielen Vereinsvertretern noch immer Kopfzerbrechen. Das hat sich bei einer Info-Veranstaltung herausgestellt, welche die Projektgruppe Ehrenamt im Rahmen der Bildungsregion Memmingen-Unterallgäu organisiert hat. Etwa 130 Personen nahmen an der Veranstaltung im Landratsamt Unterallgäu teil. Aufgrund begrenzter Platzzahl kamen nicht alle Interessenten zum Zug.

Referent Karl Bosch hob zunächst hervor, die neue europäische DSGVO solle die Bürger vor missbräuchlicher Datenverarbeitung schützen. Jeder kann selbst entscheiden, wer was wann und bei welcher Gelegenheit über ihn weiß. Auch Vereine müssen sich an die strengeren Gesetze halten. Verantwortlich für die Umsetzung ist laut Bosch der vertretungsberechtigte Vorstand.

Grundsatz müsse sein: Nur die für die Mitgliedschaft erforderlichen Daten werden erhoben. Diese Daten dürfen nur für den Zweck genutzt werden, für den sie erhoben wurden.

Die Tipps des Experten:

Der Landkreis Unterallgäu und die Stadt Memmingen sind seit Herbst 2016 Bildungsregion. Mit dieser Auszeichnung haben sich Stadt und Landkreis verpflichtet, mit verschiedenen Projekten die Bildungsangebote in der Region zu erweitern. Daraus entstanden ist unter anderem die Projektgruppe Ehrenamt. Sie organisiert regelmäßig Fortbildungsveranstaltungen für Vereinsvertreter. Nächstes Jahr wird zum ersten Mal ein Vorstandsführerschein angeboten, eine Seminarreihe für neue Funktionsträger in Vereinen. Zudem erscheint 2019 ein „Wegweiser Ehrenamt“, der viele Fortbildungsangebote und Informationen für ehrenamtlich Engagierte enthält.