Pressemitteilungen abonnieren

Ein vielfältiges Spektrum des Ehrenamtes


Die Liste der Ehrenämter war lang und vielfältig - und das mal drei. Denn stellvertretender Landrat Dr. Stephan Winter zeichnete im Landratsamt drei verdiente Unterallgäuer Bürger aus: Siegfried Riegg aus Bad Grönenbach-Zell erhielt das Ehrenzeichen des Ministerpräsidenten, Dr. Hans Horst Fröhlich aus Bad Wörishofen und Kurt Gäble aus Lauben erhielten die Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland. Das breite Spektrum des Ehrenamts hob Winter bei allen drei Geehrten hervor. 

Siegfried Riegg ist ein „Zeller Urgestein“. Bei den Zeller Schützen hat er viele Veranstaltungen begleitet, etwa als diese das Gauschießen ausrichteten. Bei der Kirchenverwaltung St. Peter und Paul betreute er als Kassier den Bau eines neuen Kindergartens. Neben seinen Ehrenämtern im Krieger- und Soldatenverein und bei der Freiwilligen Feuerwehr erwähnte Winter auch das Engagement des Geehrten im „Club der Rumhocker“- das ist ein Verein, der sich der Förderung der Tradition und Gemeinschaft verschrieben hat. „Sie sind eine beherzte und tatkräftige Persönlichkeit“, betonte Winter.

Auch über Dr. Hans Horst Fröhlich, der mit der Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet wurde, sagte Winter: „Seine Verdienste muss ich stark komprimieren.“ In seiner Zeit als Vorsitzender des Krankenpflege-Vereins Bad Wörishofen koordinierte Fröhlich etwa den Umbau des Hauses in der Schulstraße und begleitete die Aufteilung der Organisation in einen Verein und eine GmbH. Bekannt ist Fröhlich nicht nur als Apotheker, sondern auch als „Dr. Jazz“. Beim Festival „Jazz goes to Kur“ halte der passionierte Musiker die Fäden in der Hand, so Winter: „Sie sind der Motor dieser Konzertreihe.“ Der stellvertretende Landrat hob auch die Verdienste des Geehrten rund um die Lehre von Sebastian Kneipp hervor. Im Sebastian-Kneipp-Museum hat Fröhlich etwa bei der Darstellung der Pflanzenheilkunde seine Spuren hinterlassen und ist Mitbegründer des Förderkreises. In vielen Bereichen schätze man die Fachkunde des Geehrten, wie bei der Gestaltung der Heilkräutergärten im Kurpark, als Referent oder auch als Fotograf. „Sie sind ein Glücksfall für Bad Wörishofen“, so Winter zu dem Geehrten.

Ebenfalls die Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland überreichte Winter an Kurt Gäble. Er hat laut Winter die Musiklandschaft in Schwaben und darüber hinaus in einzigartiger Weise geprägt. „Sie haben Ihr ganzes Leben der Musik gewidmet“, sagte der stellvertretende Landrat zu dem Komponisten. Schon als Bub brachte sich Gäble selbst das Klarinettenspiel bei und unternahm bald erste Versuche, zu komponieren. In 35 Jahren als Dirigent der Laub’ner Blasmusik habe er Lauben zu einer Musikhochburg gemacht, so Winter. Sein besonderes Augenmerk gelte der Jugend. Auch bei seinem Wirken im Allgäu Schwäbischen Musikbund (ASM) habe er immer Wert auf die Einbindung junger Menschen gelegt. Im ASM habe Gäble die moderne sinfonische Blasmusik mit ins Leben gerufen. Zur Feier des 40-jährigen Bestehens des Landkreises komponierte Gäble den Landkreismarsch „AllgäuLand“. „Ich bekomme noch heute Gänsehaut, wenn ich an die Uraufführung auf dem Marienplatz in Mindelheim denke“, so Winter. Der Geehrte habe mit diesem Werk ein wertvolles Identitätsmerkmal für das Unterallgäu geschaffen.

Winter betonte abschließend, alle drei Geehrten seien Vorbilder und Botschafter des Ehrenamts. 

Daten und Fakten zu den Geehrten:

Siegfried Riegg:


Dr. Hans Horst Fröhlich:

 
Kurt Gäble: