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Regionalentwicklung: Bilanz und Ideen für die Zukunft


Ob „Glückswege“, „Bildungsregion“, „Flussraum Iller“ oder „Dorfkerne-Dorfränder“: Dies sind nur vier der Projekte, die in den vergangenen Jahren im Rahmen des europäischen Förderprogramms „Leader 2014-2020“ entstanden sind. Im Rahmen eines landkreisweiten Bilanz- und Strategieworkshops „Regionalentwicklung Unterallgäu“ sind jetzt rund 60 Vertreter aus Politik, Verwaltung sowie Wirtschafts- und Sozialpartner in der „Oase“ Lauben zusammen gekommen, um auf der einen Seite auf das Geschaffte zurück zu blicken, aber auch, um künftige Themen herauszuarbeiten. So wollen die Verantwortlichen den Landkreis Unterallgäu nachhaltig und erfolgreich weiterentwickeln.

Anlass für die Tagung war neben der Halbzeitbetrachtung von „Leader 2014-2020“ auch das 20-jährige Bestehen der Leitbildstudie „Regionale Landentwicklung Unterallgäu“. Zeit also, um Bilanz über bisher realisierte Projekte und Maßnahmen im Bereich Regionalentwicklung zu ziehen. Michael Stoiber, Geschäftsführer der Unterallgäu Aktiv GmbH, informierte die Teilnehmer über landkreisweite Leuchtturmprojekte in Bereichen wie Tourismus, Soziales, Wirtschaft oder Sicherung der natürlichen Ressourcen. Er nannte dabei beispielhaft etwa die derzeit entstehenden 14 „Glückswege“, die dazu einladen, den Landkreis zu Fuß oder mit dem Fahrrad zu entdecken oder das Projekt „Dorfkerne-Dorfränder“, über das die Unterallgäuer Gemeinden ein Baukastensystem an die Hand bekämen, um die innerörtlichen Strukturen zu stärken.

Stoiber betonte in seiner Bilanz vor allem, dass die Leitbildstudie von 1998 mit ihren Handlungsgrundsätzen im Rahmen verschiedener, nachfolgender Entwicklungskonzepte über die Jahre fortgeschrieben und ständig an veränderte Rahmenbedingungen angepasst wurde. Als aktuelles, landkreisweites Konzept diene derzeit die so genannte Lokale Entwicklungsstrategie (LES), die unter dem Motto „Regionalentwicklung aus einem Guss – auf neuen Wegen zu Gesundheit und Wertschöpfung“ steht und in vier übergeordnete Entwicklungsziele aufgeteilt ist.

In einem weiteren Schritt ging es für die Teilnehmer dann darum, für sie besonders wichtige Bereiche, die die weitere Entwicklung des Landkreises Unterallgäu unterstützen, zu identifizieren. Besonders relevante Themen wie beispielsweise die verstärkte Nutzung innerörtlicher Wohnraumpotentiale, die zukunftsfähige und nachhaltige Gestaltung des Ehrenamts, eine wohnortnahe medizinische Versorgung oder der Erhalt der Artenvielfalt im Landkreis Unterallgäu wurden anschließend in kleineren Arbeitsgruppen diskutiert.

Ziel ist es nun laut Stoiber, diese Zukunftsthemen mit Hilfe verschiedener Projekte und Maßnahmen zu bearbeiten, damit der Landkreis Unterallgäu auch in Zukunft eine attraktive und lebenswerte Region darstellt.

Info: Weitere Informationen zum Thema Regionalentwicklung und zum europäischen Förderprogramm „Leader“ findet man im Internet unter www.unterallgaeu-aktiv.de . Dort wird in Kürze auch eine Zusammenfassung der Ergebnisse des Workshops zu finden sein.