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Landrat Hans-Joachim Weirather empfängt Gäste aus Tansania


Waisenkinder haben es in Tansania besonders schwer. Oft fehlt ihnen der Zugang zu Bildung und zu medizinischer Versorgung. Aber die Menschen vor Ort helfen sich gegenseitig. Und diese Strukturen will der Verein MeWaiKi stärken. MeWaiKi steht für „Memmingen und das Unterallgäu helfen Waisenkindern am Kilimandscharo“. Gegründet wurde der Verein von den evangelischen Pfarrern Dr. Martin Burkhardt (Steinheim) und Stefan Scheuerl (Lauben). Zusammen mit einer Delegation aus Tansania besuchten sie nun Landrat Hans-Joachim Weirather. Die Gäste aus Tansania, der Leiter des Projekts, Diakon Samwel Mori, und die Fieldworker Isaak und Mama Epifania, berichteten von ihrer Arbeit. Der Landrat war beeindruckt und betonte: „Nur, wenn wir uns umeinander kümmern, hat unsere Gesellschaft eine gute Zukunft.“ Zur finanziellen Unterstützung des Vereins überreichte er einen Scheck.

Das Hilfsprojekt startete 2003 in der Region rund um den Kilimandscharo. Pfarrer Dr. Martin Burkhardt erklärte: „Die Afrikaner helfen sich gegenseitig. Unsere Überlegung war: Wie kann die Kirche diese Strukturen nutzen und stärken?“ Dazu arbeitet der Verein mit den Kirchengemeinden vor Ort zusammen.

Diakon Samwel Mori berichtete: „Wir bilden ehrenamtliche Fieldworker aus. Sie stellen den Kontakt zu den Waisen, Halbwaisen und Witwen her und erkunden deren Bedürfnisse.“ Die Hilfe könne schließlich recht unterschiedlich ausfallen: Geld für eine Schuluniform, die Reparatur eines Hüttendachs, medizinische Versorgung, eine Matratze, damit das Kind nicht auf dem kalten Boden schlafen muss, ein Seminar über Tierhaltung, damit ein Jugendlicher die Möglichkeit hat, selbst Geld zu verdienen.

Pfarrer Scheuerl übersetzte die Ausführungen von Diakon Mori. Er spricht fließen Swahili. Scheuerl ergänzte: Es gehe darum, den Waisenkindern in ihrem Umfeld zu helfen. Viele der Waisenkinder leben bei anderen Familienmitgliedern, etwa bei den Großeltern oder bei einer Tante. „Wir stärken die Kinder dort“, so Scheuerl. Langfristig solle ein Hilfsnetzwerk aufgebaut werden, das unabhängig von ausländischen Spenden funktioniert. So bringen laut Scheuerl die örtlichen Kirchengemeinden inzwischen die Hälfte des Geldes für die Hilfen selbst auf. Diakon Mori berichtete, das Modell von MeWaiKi verbreite sich inzwischen in ganz Tansania. So werde insgesamt knapp 5000 Kindern und Witwen geholfen.

 Weitere Informationen gibt es unter www.mewaiki.de. Einzelspenden können an das Konto von „Mission EineWelt” überwiesen werden, IBAN: DE12 5206 0410 0001 0111 11, BIC: GENODEF1EK1, Verwendungszweck: „MeWaiKi”